Vereinszeitung

 
Unsere Vereinszeitungen im pdf-Format
(auch zum Ausdrucken):

  Sorry, your browser doesn't support Java.

Auszug aus der Vereinszeitung 01/2003

Mein Angeltipp

Geschrieben von Franz-J. Otten

Mit Lockstoffen auf Aal? Vor Jahren las ich einmal in einer Angelzeitung den Tipp eines Aalanglers. Der ging davon aus, dass der Aal sich bei der Nahrungssuche vorrangig von seinem Geruchssinn leiten lässt. Er schlug deshalb vor, beim Aalangeln Duftstoffe zu verwenden. Dies wollte ich dann auch gleich ausprobieren. Also hin in den Angelladen und „Aalkiller“ gekauft und ab ans Gewässer. Nach dem Aufködern der Tauwürmer wurden diese mit Lockstoff beträufelt. Zunächst tat sich überhaupt nichts. Aber nach ca. einer halben Stunde meldete sich die erste Glocke. Es war zwar kein „Rekord“-Aal, aber immerhin, maßig war er und er blieb an diesem Abend auch nicht allein. Angespornt von dem Erfolg ging es am nächsten Tag gleich wieder los. Diesmal war ich nicht allein am Gewässer, etwas weiter stand ein Bekannter, mit dem ich schon häufiger am Wasser gesessen hatte. Während ich nach kurzer Zeit wieder gute Bisse hatte, herrschte beim ihm relative Ruhe. Nach einiger Zeit kam er an meinen Angelplatz und fragte mich, ob ich einen besonderen Köder oder eine besondere Angelmontage verwenden würde.
Der Fang einer Nacht...
Ich klärte ihn über mein Geheimnis, die Lockstoff-Methode, auf und gab ihm ein Fläschchen davon ab. Obwohl er zunächst nicht richtig überzeugt schien, angelte er nach dem Motto „schaden kann es ja nicht“, nun auch mit behandelten Würmern. Nach kurzer Zeit stellten sich auch beim ihm die Bisse ein. Einen Einfluss auf die Größe der Aale konnten wir nicht verzeichnen, aber die behandelten Würmer führten zu deutlich mehr Bissen. Seit dieser Zeit verwende ich beim Aalangeln immer mit Lockstoff behandelte Würmer. In der Zwischenzeit habe ich die Methode noch etwas verändert. Der Wurm wird nicht mehr nur mit Lockstoff beträufelt, sondern er wird „geimpft“. Dazu verwende ich eine kleine Einwegspritze. Ich spritze den Lockstoff an mehreren Stellen in den Wurm.
Ich bin von dieser Methode überzeugt, zumal ich festgestellt habe, dass auch andere Fische von dem behandelten Wurm angetan sind. So haben sich sowohl Brassen, Barsche, Karpfen und Schleie den Wurm genommen
Wie auf dem Foto zu erkennen ist, klappt die Methode auch heute noch. Diese Aale habe ich in der Nacht vom 20.06.03 auf 21.06.03 auf „geimpfte“ Würmer gefangen.

Also versucht es doch auch einmal mit dem Impfen der Würmer. Frei nach dem Motto „der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“ und berichtet der Redaktion über Eure Erfahrungen und weitere Tipps. Wir sind gespannt, ob sich jemand in die Karten schauen lässt.

 
 

 

zurück

Seiten-Anfang